Düsseldorfer SC 1898 erneut Wasserball-Weltmeister der Masters

Die amtierenden Welt- und Europameister verteidigen Ihren Titel in der Alterklasse 55+.

Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften der Masters im August 2010 in Göteborg konnten die Wasserballer des Düsseldorfer SC 1898 den Titel in der Altersklasse 55+ verteidigen. Seit dem Jahr 2000 haben sie drei Weltmeisterschaften, zwei Europameisterschaften sowie je zwei VizeWelt- und Europameisterschaften gewonnen. Die Düsseldorfer wurden damit zur weltbesten Masters-Wasserballmannschaft der letzten Jahre. Aber ist das kein Wunder? Die Mannschaft ist gespickt mit ehemaligen Olympiateilnehmern und Nationalspielern aus Deutschland, Ungarn und Rumänien. Die Masters trainieren hart, wie keine anderen und bereiten sich mit größter Sorgfalt auf jedes einzelne Spiel vor. Immerhin hat fast jeder irgendwann einmal selber als Trainer am Beckenrand gestanden. Viele haben sogar Bundesligamannschaften trainiert und mit Karl-Heinz Scholten, der wegen der krankheitsbedingten Abwesenheit von Coach Dr. Peter Heise die Mannschaftsbesprechungen leitet, steht sogar ein ehemaliger Bundestrainer zur Verfügung. In einer Vorrunde mussten zunächst alle sieben gemeldeten Teams gegeneinander antreten.
Bereits im ersten Spiel gegen Tschechien boten die Masters eine souveräne Leistung und siegten 10:5. Als nächster Gegner stellte sich Italien, eine Mannschaft mit einigen früheren Weltklassespielern. Zwar konnte eine gute 7:3 Führung herausgespielt werden, doch ein zu sicher geglaubter Sieg und ein nachlässiges Spiel sorgten dann für den 7:7 Entstand. Gegen die vermeintlich stärksten Gegner aus Estland/Russland und USA mussten dann zwei Siege her, um das Endspiel ohne fremde Hilfe erreichen zu können. Mit Estland war der Endspielgegner der Europameisterschaft 2009 zu bezwingen. Das Spiel begann gut für die Düsseldorfer. Schnell wurde 4:1  Führung herausgespielt, zudem musste nach einer Tätlichkeit der Spielmacher der Ester das Wasser verlassen. Nach einem Zwischenstand von 8:3 konnten der DSC das Spiel 9:5 gewinnen.

Noch besser lief das Spiel gegen die Amerikaner aus Kalifornien. Obwohl die US-"Boys" international als äußerst stark eingeschätzt werden und dritter der letzten Weltmeisterschaft waren, konnten sie bisher nie gegen die Düsseldorfer, die hier ihr bestes Spiel zeigten, gewinnen. Mannschaftsführer Norbert Bande erzielte nach 7 Minuten bereits das 4:0, womit das Spiel entschieden war und bis zum Endstand von 5:2 nur noch verwaltet werden musste.
In den beiden letzten Spielen der Vorrunde wurden in einem Spielrausch zunächst Berlin mit 16:2 und dann Australien mit 11:2 abgefertigt.

Für das Endspiel gegen Düsseldorfer konnten sich die Amerikaner durch ein 5-Meter-Schießen gegen Estland qualifizieren. Sie zeigten sich im Endspiel äußerst gut eingestellt und viel stärker, als in der Vorrunde. Der sicher geglaubte Endspielsieg schien zu schwinden, als die Amis 2:0 in Führung gingen. Doch konnte aus einer sicheren Deckung heraus ein Tor nach dem anderen aufgeholt werden.

Unsere Düsseldorf Masters konnten im Spielverlauf 6:1 Tore erzielen und mussten in der Schlussminute nur noch einen Gegentreffer hinnehmen.

Das Endergebnis 6:4 aber noch mehr die 3 Tore im letzten Viertel spiegeln die gute Kondition der Masters wieder und der Wille zum Sieg, der die Mannschaft seit Jahren auszeichnet.