
Manchmal muss man einen Weg beenden, den man selbst mit viel Herzblut aufgebaut hat.
Ich habe mein Leben lang gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Als Sportler, als Torwart, als Trainer, als Organisator und vor allem als jemand, der nicht lange fragt, wer etwas tun sollte, sondern es einfach tut.
So sind über die Jahre viele Dinge entstanden.
Ich habe Mannschaften aufgebaut und betreut, Trainings organisiert, Sportler zusammengebracht, Webseiten und soziale Medien mit Leben gefüllt, Ausrüstung und Spielerkleidung organisiert, Spielerpässe, Lizenzen und Startgelder verwaltet, Mannschaftskassen geführt und mich um die vielen kleinen Dinge gekümmert, die niemand sieht, die aber gemacht werden müssen.
Ich habe den Masters-Wasserballsport in Duisburg mit aufgebaut und ihm mit den Waterpolo Masters Duisburg ein Zuhause gegeben.
Der Dienstag war für mich mehr als ein Training.
Er war eine Idee von Gemeinschaft.
Sommer wie Winter war ich da. Ich war meist der Erste, der sich kümmerte, und der Letzte, der ging. Tore, Bälle, Spielfeld, Halle – am Ende sollte alles wieder dort sein, wo es hingehört.
Auch die Medaillen für Meisterschaften waren mir wichtig. Ich wollte keine lieblosen Blechstücke, sondern kleine Erinnerungen an sportliche Leistungen schaffen. Etwas, das man gerne in der Hand hält und auch Jahre später noch mit seinem Erfolg verbindet.
Ich habe vieles davon freiwillig gemacht. Nicht für Geld. Nicht für einen Titel. Nicht, um irgendwann dafür gelobt zu werden.
Ich habe es getan, weil ich es konnte – und weil ich der Meinung war, dass man seine Fähigkeiten auch für andere einsetzen sollte.
Das war meine Haltung.
Und sie ist es bis heute.
Aber auch Haltung hat eine Grenze.
Irgendwann muss man erkennen, dass man seine Lebenszeit nicht unbegrenzt dort investieren kann, wo das eigene Engagement zur Selbstverständlichkeit geworden ist.
Deshalb ziehe ich jetzt einen Schlussstrich.
Ohne Groll.
Ohne Abrechnung.
Ohne offene Rechnungen.
Ich nehme die vielen guten Begegnungen, die gemeinsamen Erlebnisse und die sportlichen Erinnerungen mit.
Was ich zurücklasse, ist meine Arbeit.
Was ich mitnehme, ist die Gewissheit, alles gegeben zu haben, was ich geben wollte.
Und vielleicht ist genau das der richtige Zeitpunkt, die Torwartkappe abzusetzen.
Nicht weil ich nicht mehr könnte.
Sondern weil ich selbst entscheide, wofür ich meine verbleibende Lebenszeit einsetzen möchte.
Mein persönlicher Kompass war dabei immer:
Leistung | Fair Play | Miteinander
Daran hat sich nichts geändert.
Nur mein Weg geht jetzt weiter.

