Quo vadis? – Oberhausener Masters

Leistungssport oder Breitensport ???

Mit etwas Abstand macht es meistens mehr Sinn, die Dinge an denen man emotional hängt (u.a. Wasserball) zu betrachten. Deshalb erst jetzt  mein Fazit zur letzten Saison.

 

Seit Jahren nimmt die WSG Oberhausen an den Deutschen Masters Meisterschaften mit unterschiedlichen Erfolgen teil, Höhepunkt war sicherlich der Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft in Duisburg mit der legendären Abschlussfeier, der 5. Platz in Düsseldorf diese Jahr gehörte wohl eher zu den Enttäuschungen.

Der Turnierablauf war charakteristisch für die Entwicklung des Oberhausener Wasserballs.

Im Eröffnungsspiel gegen den Deutschen Meister Bochum in der AK 50 verkaufte man sich lange Zeit recht gut, durch viele individuelle Fehler gab es aber die einkalkulierte Niederlage.

Im darauffolgenden Spiel (die Uhrzeit kann kein Kriterium sein, beide Mannschaften mussten morgens um neun ran), sah es lange Zeit gut für die Oberhausener aus, durch einen Sieg wäre man im Halbfinale gewesen. Doch auch die Abwehr bekam in den entscheidenden Phasen den Darmstädter Center(früher Hannover) nicht in den Griff und verpasste den möglichen Halbfinaleinzug, der zwei Matchbälle auf die Medaillenränge gebracht hätte.

Immerhin gab es einen versöhnlichen Abschlusssieg gegen Berlin-Charlottenburg, sicherlich auch durch eine große Strafe eines Berliner bedingt.

Fazit: Die Abwehr hat sicherlich ihre Probleme, doch schaut man sich die Statistik an (12 Gegentore), so ist das im Normbereich .

Der Sturm verzeichnete allerdings die wenigsten Tore aller teilnehmenden Mannschaften(7). Schulter- und konditionelle Probleme, die dann auf die Konzentration schlagen, sind einige Gründe.

Auch in der Liga, hier spielen die Masters im Bezirk Ruhrgebiet, war dieses Jahr nur ein enttäuschender vorletzter Platz zu verbuchen, im letzten Jahr rangierten die Masters immerhin noch auf dem 5. Platz.

„Nachwuchs“ aus dem eigenen Lager ist für die AK 50 nicht in Sicht, die Ältesten sind  erst um die 40. Verstärkungen über Zweitstartrechte könnten sicherlich einen Lösung bringen, erste Gespräche sind erfolgt.

Mit der EM in Hamburg und Budapest und der WM in Italien waren Oberhausener auch international tätig, hier gibt es momentan leider keine Perspektive mehr, international durchzustarten.

Lediglich Center –Spieler Axel  Rosenke und Torhüter Ulrich Matzken werden bei der EM in Rijka an den Start gehen(Uerdingen).

Es bleibt zu hoffen, dass der Master-Stützpunkt Oberhausen seine Krise überwindet und sich wieder fängt.

Doch auch hier zählt Adi Preißlers  legendärer Spruch: „Was zählt ist auf dem Platz“ (Schwimm-Becken) und das ist mit Trainingsmöglichkeiten von montags bis samstags reichlich „angerichtet“, reinspringen und trainieren müssen alle Beteiligten dann schon selbst.

 

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