Chancen trotz Reife nicht genutzt

Als amtierender Welt- und Europameister wollte das Team vom Düsseldorfer SC 1898 AK 60+ natürlich den 5 Titel in Folge erringen, nachdem sie auch bereits 5 Weltmeisterschaften erringen konnten.

Bereits im ersten Spiel trafen die Düsseldorfer auf einen der Mitfavoriten aus Rom. Zur eigenen Überraschung stand es nach herrlichem Spiel der Düsseldorfer nach 2 Vierteln bereits 7:1. Das Spiel wurde zur Formsache. Am Ende wurde mit 9:6 gewonnen.

Tags zuvor hatten sich die Italiener mit großer Mühe gegen Tallin aus Estland mit 5:4 durchsetzen können, nachdem Sie am Ende des 3. Viertels noch 2:4 zurück gelegen hatten.

Die beiden anderen Vertreter aus Deutschland, Cannstatt und Berlin wurden ohne große Probleme mit 8:2 und 5:1 besiegt.
dus

Im letzten Spiel der Vorrunde ging es gegen Tallin um den Einzug in Finale. Tallin ist ein alter „Bekannter“ der Düsseldorfer Jungs. Doch hatten sie sich deutlich mit einigen Russen, dem  Endspielgegner der letzten Weltmeisterschaft in Kazan verstärkt.

Die Düsseldorfer begannen gewohnt selbstbewusst und gingen schnell mit 2:0 in Führung. Doch mussten Sie dann  den 2:2 Ausgleich hinnehmen. Aber noch vor der Pause gelang dem Mannschaftsführer Norbert Bande noch die erneute 3:2 Führung. So richtig aber konnten sich die Düsseldorfer nicht absetzen. Nach dem 3. Viertel stand es immer nur noch 7:5 doch wurde am Ende dann doch ein sicherer 10:6 Sieg erreicht.

Damit waren zwar alle Teilnehmer in der Alterklasse 60 + besiegt. Europameister wurde aber im Endspiel des Gruppen-ersten Düsseldorf gegen den Gruppen-zweiten Rom ausgespielt. Auch die Römer hatten sich durch jüngere Spieler verstärkt, die teilweise sogar erst noch im Verlauf des Turniers zur Mannschaft stießen. 8 Spieler waren jünger, als der jüngste Düsseldorfer Spieler. Im Schnitt waren die Düsseldorfer 5 Jahre älter als ihre Gegner.

Das sollte sich im Spielverlauf aber zunächst nicht nachteilig auswirken. Die Düsseldorfer konnten einen 1:3 Rückstand ausgleichen und hatten zahlreiche Überzahlspiele und Torchancen, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Wie so oft im Sport verliert am Ende aber der, der seine Chancen nicht nutzt. Und so gelang den Römern 7 Sekunden vor Schluss ein Tor zum um jubelten 4:3 Sieg.

Klar waren die Düsseldorfer traurig. Doch erkannten Sie schnell, dass gegen die jüngeren Römern noch gut mitgehalten haben und im Sport nicht jedes Spiel gewonnen werden kann. Hatten sie doch das letzte Endspiel vor mehr als 10 Jahren verloren.

 

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